Das Chaos geht weiter....
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Wie immer auf den letzten Drücker - meine persönliche "Kritik" zum Thriller von Sebastian Fitzek findet ihr im Menü auf einer Zusatzseite.

 

 

 

30.6.09 21:00


Und wieder was gratis...

Meine Güte, was für eine Woche.

 

Vorgestern laufe ich mit Nutella verschmiertem Gesicht durchs Büro und keiner sagt was, dann erwischt mich der Chef, wie ich mit Lisbeth, meiner Sonnenblume rede.

Nachmittags bin ich mitm Auto unterwegs, die Sonne scheint, Fenster runtergekurbelt (jaha, bei meinem Auto muss man noch kurbeln!) und singe lautstark "TEchnology" von Milo mit, auch als ich an einer Ampel halten muss.

Als das Lied zu Ende ist, plötzlich Applaus und Gegröhle "heeeyyy, Du bist im Recall". Neben der Ampel war eine Bushaltestelle. Gott, wie peinlich.

 

Heute ging dann das Kapitel "Wanderschuhe" weiter. Meine never ending Story. Seit April versuche ich die richtigen Schuhe zu finden, was mir dann auch gelang, aber als ich mich dann entscheiden konnte und netterweise zum Geburtstag Gutscheine geschenkt bekommen hatte, waren diese Schuhe nicht mehr lieferbar.

Alles was ich bei dieser Nachricht von mir geben konnte, war ein leichtes Winseln. Ich war am Ende. 8 Wochen hatte mich diese Entscheidung gekostet und nun das.

Als ALternative blieb dasselbe Modell in Gore Tex und ehrlich gesagt war es mir dann heute auch egal. Ich will doch einfach nur Schuhe kaufen!!

Neben mir ein Pärchen, SIE probierte Schuhe an, während ER ständig Tipps gab. Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass diese Beziehung die erste gemeinsame Trekking Tour überlebt.

Als dann der Satz fiel "Naja, ich kann die ja noch einlaufen, wir fahren ja erst am Sonntag" konnte ich mir ein Grinsen nicht mehr verkneifen. Die gegenseitigen Vorwürfe der beiden kann ich quasi bis hier her hören.

Der Verkäufer (der mir Montag versprochen hatte, mich anzurufen, heute ist Freitag, Himmel, ich bin aber auch wieder kleinlich) kam kopfschüttelnd zurück "Nee, die gibts nur noch in Köln, München und Nürnberg. Die müssten Sie dann aber selbst bestellen, wir dürfen das nicht".
Super. Servicewüste Deutschland. Entschuldigen Sie bitte, dass ich bei Ihnen Schuhe für knapp 200 Euro kaufen möchte. Selbstverständlich kümmere ich mich um alles selbst, bleben Sie ruhig sitzen, nur keine Umstände.

Aus meinem Wimmern wird Wut und wer mich wütend kennt weiß: Am besten unsichtbar machen.

Es nützt nichts, ich habe bereits alle Wanderschuhe dieser Stadt angehabt, KEINER ist so wie der, der nicht mehr lieferbar ist. Liebe auf den ersten Schritt. Und nun ist er fort.

Ich nehme die Gore Tex Schuhe, gehe zur Kasse und erhalte nicht nur die Schuhe, sondern auch einen "Supertollen Sonnenklappliegestuhl, den gibts nämlich ab 99 EUro Einkauf gratis dazu"

Super. Ich stehe also bepackt mit meiner Umhängetasche, einer Einkaufstasche, einer Tasche mit einem Paket, was noch zur Post muss, der Tüte mit den Wanderstiefeln UND einem formschönen Sonnenklappliegestuhl vor der Tür. Ich muss nicht erwähnen, dass ich mit dem Fahrrad unterwegs bin oder?

Mühsam versuche ich alles zu verstauen, was natürlich eine unlösbare Aufgabe ist. Ich steige vorsichtig auf und lenke nur mit der linken Hand, mit der rechten Hand halte ich den Stuhl fest. Plötzlich kann ich nicht mehr treten. Ein unsicherer Blick nach unten. Oh nee. Mein Schuh ist aufgegangen und der Schnürsenkel hat sich mit jedem Tritt weiter um die Pedale gewickelt. Langsam rolle ich an den SEitenstreifen, absteigen geht ja nun mit rechts nicht, ich bin mit dem Schnürsenkel an der Pedale gefangen.

Ich steige mit dem linken Fuß ab, stelle den Liegestuhl etwas unbeholfen zur Seite, tue das Gleiche mit der Umhängetasche, verliere den Halt und liege auf dem Liegestuhl. Nur mit dem Unterschied, dass dieser nicht aufgebaut ist und an meinem rechten Schuh das Fahrrad hängt. Während ich gackernder Weise versuche wieder aufzustehen, fallen auch die restlichen Einkäufe aus dem Fahrradkorb. Egal. Hauptsache, ich habe einen formschönen, modischen und dazu noch kostenlosen Sonnenliegenklappdingensgedönsstuhl.

Ich sammele alles wieder ein und SCHIEBE das Rad, ich muss ja noch zur Post. Mit dem ganzen Krams unterm Arm stolpere ich in die Postfiliale, strahle die Dame hinterm Schalter an und sage "Ich möchte gerne was verschicken" "Ja wie soll das denn gehen?" "Na als Päckchen dachte ich, mache ich doch immer so"
"Nein, das geht nicht"
"Wieso das denn nicht?"
"Sie können doch keinen Liegestuhl als Päckchen verschicken!"
"Quatsch, doch nicht den Liegestuhl, DAS hier will ich verschicken"
Etwas unbeholfen ziehe ich das Päckchen aus der Tasche und sehe in ein erleichtertes GEsicht. Ich bezahle artig, lade wieder alles auf mein Fahrrad und schiebe Richtung Heimat.

Da die Mittagspause mal wieder ausgefallen ist, plagt mich Hunger und dummerweise kreuzt Subway meinen Weg. Der Tag war SO scheiße - ich kauf mir jetzt einfach so ein Sandwich GEdöns und dann wars das für heute.

Wieder voll bepackt stolpere ich in den Laden, bestelle und robbe zur Kasse. Irgendwo in den Tiefen der Taschen muss auch Geld sein.
"Möchtest DU (wieso überhaupt DU? denke ich, die ist mind. 10 Jahre jünger als ich) für 1,50 mehr vielleicht ein Menü, mit ner Coke und nem Cookie dazu?"
MIt einem möglichst ausdruckslosen Gesicht gucke ich sie, gucke an mir runter, sehe die Umhängeetasche, die Einkaufstasche, die Tasche von der Post, die nun leer ist, die Tasche mit den Wanderschuhen und den super duper Liegestuhl, gucke sie wieder an und sage einfach nur "Gute Frau, mal GANZ ehrlich: Sehe ich so aus, als hätte ich noch Platz, um ne Coke zu tragen?"
Sie guckt betreten "Ähm, nein. Irgendwie nicht."
"Na also."

Kopfschüttelnd und mit einem Baguette (macht ja nicihts, ich habe ja PLATZ!) verlasse ich den Laden. Als ich wieder aufs Rad steige, fällt mir auf, dass es ziemlich windig geworden ist. Schon mal auf nem vollgepackten Fahrrad mit nem Liegestuhl in der Hand von einer Böe erfasst worden? Zauberhaft sag ich nur.

Ich bin fast zu Hause, als ich schräg gegenüber den Versicherungs-Neubau betrachte: Es werden Tische und Stühle aufgebaut, ein Catering Service fährt gerade vor. Nach 2,5 Jahren ist ENDLICH Einweihungsfeier. Hurra. Was mache ich nur in Zukunft ohne Kalli und seine Kumpels von der Baustelle, die mich jeden MOrgen (in den letzten Monaten inkl. Sonntags!) um halb 6 geweckt haben??!

Und wäre es nicht das MINDESTE, die unmittelbaren Nachbarn, nämlich MICH, einzuladen, quasi als Entschädigung für jahrelangen Lärm, Dreck und geklauten Parkplätzen durch ostrumänische Bauarbeiter ?????
Je länger ich drüber nachdenke, desto wütender werde ich darüber. Frechheit.

Ich trage meine ganzen Tüten nach oben inkl. dem super duper Liegesonnenklappstuhl und stelle fest: Ich habe ja gar keinen Balkon!! Was soll ich mit dem DING?

 

So jetzt reichts. Ich gehe jetzt rüber zur Neueröffnung, fresse das Buffet leer, betrinke mich, biete dem Vorstand das DU an und erbreche mich vor dem Haupteingang. Auf gute Nachbarschaft!

 

 

 

19.6.09 17:43


Sport ist ein Arschloch

Sommer 2008

Der Plan steht: Nächsten Sommer wird gepilgert und bis dahin muss einiges passieren.
Nicht nur, dass ich die Kondition eines Rentners habe, auch die eine oder andere Kleidernummer kleiner würde mir sehr gut stehen.

Bisher bestand mein Leben aus: Wohnung-Auto-Büro-Auto-Wohnung. Es muss sich etwas ändern!

 

September 2008

Ich bin umgezogen und zwar zu Trainingszwecken in den 4. Stock Altbau ohne Fahrstuhl. Zwischen der Haustür und meinem Sofa liegen 88 Stufen + Zwischenetagen.

Ich bin sowas von motiviert, alles wird sich ändern. Ich werde beschwingt und federleicht in den Frühling 2009 starten. Ab sofort wird nur noch mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren und sich im Stadtgebiet bewegt. Isch schwöre!

 

Oktober 2008

Bei Regen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren ist nicht wirklich schön, aber was solls. Wer schön sein will, muss leiden oder? Da machen doch ein paar nasse Haare nichts.

Die anerkennenden Worte der Kollegen "Oh, wieder mit dem Fahrrad hier ? Alle Achtung" sind Balsam genug für meine Seele. Mittlerweile brauche ich auch kein Sauerstoffgerät mehr, wenn ich vor meiner Wohnungstür angekommen bin.

 

November 2008

Maaaan, der Wind, der Regen, meine Haare: Ich könnte kotzen! Und wer hatte überhaupt diese BESCHISSENE Idee in den 4. Stock zu ziehen???

 

Dezember 2008

Scheiß Vorweihnachtszeit, bin nur noch am naschen. Aus lauter Frust melde ich mich im Fitnesstudio an und ahne nicht, dass das Elend erst beginnt.

 

Januar 2009

Die ersten Wochen habe ich mich nur aufs Fahrrad oder walkenderweise aufs Laufband getraut. Der Vorteil ist, dass man dabei so toll Fernsehen gucken kann, 10 Programme zur Auswahl. Super! Der Nachteil ist: Wenn man eine Stunde Fahrrad gefahren ist und dabei das "Perfekte Dinner" gesehen hat, hat man einfach nur noch eins: HUNGER!

Es nützt nichts, ich brauche Plan B: Mutig wage ich mich in einen dieser "Hoppelkurse" für Anfänger und das selbst eingeredete "Tschaka" bleibt mir im Halse stecken, als ich den Raum betrete: Was ist das hier? Ein Sportkurs oder eine Modenschau für Markensportartikel, präsentiert von Models aus der Region?

Tausend Blicke treffen mich - einige davon fast tödlich. Ja Herrgott, ich kann auch nichts dafür, wenn ihr keinen Spaß am Essen habt, Mädels.

Während ich noch überlege, ob ich den Raum einfach mit einem "Ich komme im Auftrag von Heidi Klum, aber ich sehe schon, hier ist nichts für uns dabei" verlasse, wird die Tür geschlossen und ein gutaussehender Mann Anfang 30 begrüsst mich mit den Worten "Ich bin hier der Sklaventreiber für die nächsten 60 Minuten und ich hoffe, ihr habt alle den Basic Step Kurs gemacht, ansonsten muss man schon SEHR viel Humor haben, um hier mithalten zu wollen".

Basic was? Wieso steht sowas nirgends? "Möchte irgendwer vielleicht doch den Kurs noch wechseln?" Hey, guckt er dabei etwa in MEINE Richtung? Frechheit. Wer sagt denn, dass man nicht auch mit ein paar Pfund mehr körperlich fit sein kann? Also ICH bleibe hier.

1 Stunde später sitze ich japsend in der Umkleidekabine, meine Beine zittern und es ist mir ein Rätsel, wie ich unter die Dusche oder noch schlimmer gleich zu Hause die 88 Stufen hochkommen soll.

Egal. Bald wird es kommen, wovon alle sprechen: Die Glücksgefühle nach dem Sport. Man fühlt sich frei, leicht, glücklich. Momentan bin ich einfach nur froh, dass mein Körper es mir erlaubt, wenigstens flach zu atmen.

 

März 2009

Der Sklaventreiber und ich sind mittlerweile Freunde geworden. Er schreit mich 1 Std lang an, bis ich nicht mehr aufrecht gehen kann und in die Dusche krieche. Zauberhaft. Ich mag diese Beziehungsebene mit ihm.

Ich bestehe nur noch aus Muskelkater, im Büro taste ich mich an der Wand lang, weil ich mir sicher bin, nicht mehr selbständig gehen zu können. Aber es ist alles super! Daumen hoch sag ich nur!

 

Mai 2009

Auf dem Laufband klappt es immer besser. Aus 20 Minuten walken sind 45 Minuten geworden. Neben mir positioniert sich eine Elfe, nicht, ohne mich vorher mit abwertenden Blicken zu bestrafen.Stör mich nicht - jeder, wie er kann, sag ich immer.

Nach nur 2 Minuten fängt sie an zu joggen..pfff. Stört mich gar nicht.

3 Minuten später - ich jogge auch. Schon mal auf nem Laufband gejoggt? Ich weiß gar nicht, was schlimmer ist: Der SChmerz in den Knien oder dass man sich konzentrieren muss, um nicht auf die Fresse zu fallen.

Nach wenigen Minuten bin ich mit meinen Kräften am Ende, die Elfe joggt immer noch auf Stufe 9. Durchhalten ist die Parole.

15 Minuten später: Wie lange joggen Elfen so im Schnitt? Ich habe verdammte Schnappatmung und meine Lunge ist glaube ich auch schon nach Hause gegangen, ich spüre sie nicht mehr. 

weitere 2,5 Sekunden später muss ich passen. Wer will schon einen flachen Arsch und Brüste wie Igelnasen? Kein Mensch. ICH geh duschen. Schlampe!

 

Juni 2009 

Ich bin mir jetzt sicher: Die angeblichen Glückshormone sind eine Erfindung der Sportindustrie. Man wird animiert Sport zu treiben, damit man sich gut fühlt. UNd was passiert??? NICHTS! Und weil um einen rum alle behaupten diese Glücksgefühle zu haben, sagt man nix und trainiert noch mehr.

Überlege ernsthaft den Pilgerurlaub gegen 2 Wochen All inklusive auf Mallorca zu tauschen.

 

Sport ist ein Arschloch. 

1.6.09 18:50


Schnäppchen Urlaub

Ich war ein paar Tage auf Mallorca und alleine daraus kann man mehrere Geschichten machten..aber vorab die Beste zuerst:

Hinflug Sonntag, Rückflug Donnerstag.
Ich hatte einen Mega günstigen Schnäppchen Flug bekommen, günstige Unterkunft, günstiger Mietwagen, weil rechtzeitig gebucht.

Alles war geregelt:
Donnerstag morgen mit etwas Verspätung und Eile die Ferienwohnung geräumt, zum Flughafen geeilt, Mietwagen abgegeben, zum Check in Schalter.
Noch 1 Std, 10 Min bis Abflug und Martina wird mich in Hannover am Flughafen abholen..Freitag werde ich ganz entspannt zum Friseur gehen und meinen letzten Urlaubstag genießen....das Leben ist schön.

10 Min später bin ich endlich dran, überreiche mein Flugticket und sage, dass ich am Fenster sitzen möchte.
Die Dame tippt und tippt und tippt
"Sie stehen nicht auf der Passagierliste"
"Das KANN nicht sein"
Hektisches Suchen der Dame....dann
"Auf Ihrer Buchung steht 29. Und heute ist Donnerstag"
"ja genau, heute ist Donnerstag und ich möchte nach Hause"
"Nein, heute ist Donnerstag, aber der 28. und SIE haben für den 29. gebucht"
"Waaaaas?" yikes
Gekicher hinter mir.

Ich habe mich tatsächlich um einen Tag vertan und stand nun ohne Mietwagen, ohne Unterkunft und ohne Ersatzunterwäsche (die ich ungelogen seit 16 Jahren das erste Mal NICHT dabei hatte) am Flughafen von Palma.

"Können Sie mich nicht trotzdem heute mitnehmen?"
"Müssen Sie am TUI Schalter fragen"

Krümi hetzt samt Gepäck zum TUI SChalter, erklärt die missliche Lage.
"Ja es ist noch ein Platz frei, das macht dann 93 Euro Umbuchungsgebühr"
"Wie bitte???" 158
"Oder Sie fragen bei Air Berlin, ob die Sie günstiger mitnehmen"

Also Krümi wieder samt Gepäck zum Air Berlin Schalter. Noch 50 Minuten bis Abflug.

"Ja wir haben noch 2 Flüge nach Hannover heute. 285 Euro"
"Äähm, nein".

Zurück zur Tui.
"Ich werde erstmal versuchen den MIetwagen wiederzubekommen, wenn das nicht geht, fliege ich mit"
"Ich muß sie in spätestens 20 Minuten eingebucht haben, sonst geht es nicht mehr"

Krümi rast wieder samt Gepäck und ohne Ersatzschlüpfer zur Mietwagenstation

"Ich hatte gerade ein Auto abgegeben..."
"Ja, das wurde aber schon abgeholt zur Reinigung"
"Ich äähm brauche das nochmal..bis..morgen"
"Nein das geht nicht"
"Auch kein anderes?"
"Doch ein anderes, aber nicht dasselbe"

37 Euro später hatte ich wieder einen Mietwagen unterm Hintern und ließ 2 grinsende Angestellte zurück.


Zurück zur Ferienwohnung, Dackelblick und ich durfte wieder "einziehen" shy
Beim späteren Shopping dann den teuersten und hässlichsten Baumwollschlüpfer meines Lebens gekauft (ich überlege, ob ich ihn bei Ebay versteigern sollte).
Mein einziger Gedanke war "Sollte dieses Flugzeug morgen abstürzen, lasst zuerst den Schlüpfer verbrennen." Ich sehe schon die Rettungskräfte, die rufen "oh mein Gott, ist das furchtbar!!"  "Die Verletzungen?"  "Nein, diese UNTERWÄSCHE"   peinlich.

Alles in allem habe ich sogar mehr bezahlt als 93 Euro...

Es lebe der "günstige Urlaub" und Krümis Ungeschicktheit shy shy shy
30.5.09 13:12


Es gibt Tage, die sind einfach über....

Alles begann gestern.
Im Büro ziehe ich das SportScheck Prospekt raus und sehe, dass sie einen guten Rucksack im Angebot haben. 60 Euro günstiger als normal yikes
Pilger-Krü kriegt natürlich sofort feuchte Hände und bespricht mit dem Kollegen, dass sie schon um 11 Uhr MIttagspause machen muss, um dieses Schnäppchen nicht zu verpassen.

Kurz nach 11 stürme ich also zu SPortScheck und gerate an einen jungen, motivierten Verkäufer, der mir nicht nur den Rucksack präsentiert, sondern auch ein 1-12 Dutzend Paar Schuhe. Letztendlich habe ich aber nur den Rucksack gekauft, der arme Mann. Auf dem Weg zur Kasse stolpere ich über mehrere Bauarbeiter. Die gesamte untere Etage ist leergeräumt und am Eingang steht ein großes Schild "Wir bauen um, aber der Verkauf geht weiter."
Naja, warum auch nicht.
An der Kasse beantrage ich so eine Kundenkarte, weil man da so ab und an mal einen Gutschein oä bekommt. Sehr , sehr praktisch.

Zurück im Büro informiere ich Hilde über dieses Topangebot.
Abends am Telefon berichtet sie "Also der Rucksack ist gut und dann noch dieser Gratis Picknick Korb dazu"
Gratis Picknick Korb? 158 158 Wieso habe ICH keinen?
Ab einem Kaufpreis von 80 Euro und mit dieser Kundenkarte gibt es einen Picknickkorb im Wert von 30 Euro dazu...GEFÜLLT! Mit Wein und Cräckern und lauter leckeren Sachen.
Na warte, denke ich..SportScheck wird sich noch wundern.

Heute morgen in Büro:
Aufgrund von Blutdruck (Schätzelein, ich habe Blutdruck) lande ich den Vormittag beim Arzt und bekomme ein Langzeitblutdruckgedönsmessgerät verpasst. Zum Glück ist der Arzt genau gegenüber meines Büros.
Denn wieder dort angekommen, pumpt sich das Ding das erste Mal auf, es macht "PUFF" und diese Manschette wächst ins Unermessliche.
Mein Kollege, der etwas vorbeibringen will guckt entgeistert und sagt "Was ist denn mit Dir?"
Blöde Frage. Ich habe Schwimmärmel drunter, regnet schließlich dolle draußen, da muss man vorbereitet sein.
Ich werfe die Jacke über (anziehen geht nämlich nicht mehr) und eile in die Praxis, gleichzeitig habe ich Angst, dass meine Bluse gleich aufplatzt.
Es ist fast wie bei HULK, nur nicht in grün.
Die Sprechstundenhilfe guckt genauso entgeistert wie der Kollege 158 und nimmt mich gleich wieder mit.

Nach einem Manschettenwechsel ist alles wieder schön, die Mittagspause aber dahin und ich beschließe, nach Feierabend zu Sportscheck zu gehen, um meinen Picknickkorb einzuklagen.

Dort angekommen gehe ich zielstrebig zur Kasse, natürlich nicht, ohne vorher wieder über die Bauarbeiter gestolpert zu sein.
Gerade als ich ansetzen will, was mein Anliegen ist, bläht sich meine Manschette auf.
"Was ist denn das?"
"DAS ist mein Blutdruckmessgerät"
Als ich zum 2. Mal ansetzen will, gibt es ohrenbetäubenden Lärm.
Diesmal stelle ich die Frage
"Was ist denn das?"
"DAS ist jetzt der Feueralarm."
"Ach der Feueralarm, wie schön"
Während wir beide noch überlegen, was wir aus der Situation machen, gibt es einen lauten "Klatsch" und es strömt literweise Wasser aus der Decke.
Gleichzeitig gucken 3 Bauarbeiter bedröppelt nach oben, während der 4. aus der 1. Etage runterguckt, noch die Zange in der Hand und nur "oh weia" sagt und wieder von der Bildfläche verschwindet.

Die Bauarbeiter gucken sich an, dann die Verkäuferin und mich, dann wieder nach oben.
Tja, was macht man da jetzt?
"Also wissen Sie, ich habe gestern hier diesen Rucksack gekauft und habe auch diese Kundenkarte bekommen, aber ich habe gar keinen Picknickkorb....."

Weiter komme ich nicht, denn die gesamte Hannoveraner Berufsfeuerwehr fährt vor und stürmt das Gebäude. Donnerwetter, die sind schnell.
"Bitte verlassen Sie das Gebäude, bitte gehen Sie zügig nach draußen"

"Ja, aber mein Gratis Picknickkorb" 158
Ich möchte meinen Gratis Picknickkorb, bevor der Laden hier unter Wasser steht oder abbrennt.
Die Verkäuferin reicht mir den Gratis Picknickkorb, während eiN Feuerwehrmann mich nach draußen begleitet. Vorbei an dem "Wir bauen um, aber der Verkauf geht weiter"
Ich freue mich schon auf nächste Woche, wenn dort steht "Wir bauen um, der Verkauf geht aber weiter - jetzt auch reduzierte Ware aufgrund von Wasserschäden".
Draußen sind Leute stehen geblieben und auch die Bauarbeiter richten ihre Blicke auf mich
"Ich habe damit nichts zu tun, ich wollte nur meinen Gratis Picknickkorb abholen, wissen Sie?"

Zufrieden steige ich auf mein Fahrrad und fahre nach Hause.

Es kann so einfach sein :-)
30.5.09 13:05


Verköstigungswoche bei REWE

Die Sonne strahlt vom Himmel, ich bin mit dem Fahrrad unterwegs und beschließe, diese unbeschreibliche Menge Pflandflaschen, die sich im Büro angesammelt haben, noch beim REWE vorbeizubringen. AUßerdem könnte ich dort überlegen, was ich zum Abendessen mache.

Am Eingang empfängt mich eine Dame mit einem Picollöchen und einem Luftballon. Ach herjee. Was ist denn hier los?
"Wir haben Aktionswochen, greifen Sie nur zu."
Zügig leere ich den Sekt und gehe mit meinen Plastiktüten voller Flaschen zum Pfandautomaten.
ALlerdings werde ich an der ersten Ecke von einem Mann mit Leberwurstschnittchen überrannt "Möchten Sie mal kosten?Wir haben Verköstigungswoche"
Ich strecke die Arme mit den Tüten hoch "Sorry, ich kann gerade nicht."
"Warten Sie mal, ich nehme Ihnen das ab" lächelt er, nimmt mir die Taschen ab und schiebt mir ein Leberwurstschnittchen rüber.
Sofort kommt mir das Bild aus der Zeitung von heute morgen in den Sinn, ein Unfall mit einem Schweinetransporter..die armen Schweinchen.
"DIe Tiere werden biologisch ernährt mit Getreide und alles ganz öko."
Na dann....glückliche Schweine liegen wenigstens nicht so schwer im Magen.

Ich bedanke mich artig und bringe die Pfandflaschen weg. Als ich wieder um die Ecke biege, komme ich an der Käsetheke vorbei.
"Möchten Sie mal probieren?"
Oh Gott, was denn nun schon wieder?
"Wir haben Verköstigungswoche. Probieren Sie mal den Camenbert mit verschiedenen Saucen, die man auch prima als Dip nehmen kann"
Ich probiere artig und bin tatsächlich überrascht, wie lecker das ist.
"Wissen Sie, was man prima selbst machen kann?" frage ich sie und erzähle von meinem geheimen Pflaumenmusrezept.
"DAS klingt ja lecker, warten Sie, ich hole nur kurz was zu schreiben. Das muss ich mir aufschreiben. Können Sie das mal halten?" und schon stehe ich mit den Käsehäppchen mitten im REWE. Super.
Eine Frau kommt um die Ecke, guckt mich fragend an und ich biete im Mantel und Schal Käsehäppchen an und philosphiere über die dazugehörigen Saucen.
Ein weiterer Herr kommt dazu, ebenso wie der Leberwurstschnittchenmann und alle probieren die SChnittchen.
Die Käseschnittchen-Dame kommt wieder, ich diktiere das Rezept und teile weiter Schnittchen aus.
Ich übergebe das Tablett wieder und will zur Kasse, als von links eine weitere Dame zuschießt "Guten Tag, wir haben Verköstigungswochen, möchten Sie mal unsere Apfelsorten probieren?"
yikes
Ich bin eigentlich schon satt, aber die Dame lächelt so nett.
Artig probiere ich auch noch den Apfel, die Leberwurstschnittchen und der Prosecco verursachen Sodbrennen.
Während eine weitere Dame die Äpfel probiert, eile ich zur Kasse, bezahlen meinen Pudding und verschwinde.

Leicht angetüddelt, mit Sodbrennen, aber satt komme ich zu Hause an.
Es lebe die Verköstigungswoche.
30.5.09 13:04


Mc Dreamy im Supermarkt

Es ist alles so furchtbar – er lieb mich nicht.
Ok, die Beziehung war von Anfang an schwierig, denn eigentlich war es gar keine richtige Beziehung. Eigentlich war es gar keine Beziehung. Genau genommen hat er mich noch nie wahrgenommen!

Alle begann vor ca. 3 Monaten – ich hatte ein Angebot bei einem Discounter gesehen, was ich mir nicht entgehen lassen konnte. Da solche Angebote meist schnell vergriffen sind, stelle ich mir tapfer meinen Wecker, putze mir schnell die Zähne, Brille auf und los. Punkt 7 Uhr stehe ich so mit als Erstes vor der Tür des Discounters, gemeinsam mit ein paar Rentnern. Rentner sind nicht gerade ungefährlich, wenn es um Schnäppchen geht. Während sie draußen noch die gebrechlichen Großeltern vortäuschen, mutieren sie im Supermarktinneren zu Bestien. Ehe man sich versieht rammen sie einem den Einkaufswagen in die Seite oder in die Beine, um als Erster am Ziel zu sein.

Ich betrete also den Laden und sehe – ihn! Den sexiest Discount Verkäufer alive, wie er gerade ein paar Konserven ins Regal einräumt. Noch nie zuvor habe ich jemanden so sexy Konserven einräumen sehen.

Ich vergesse beinahe den Grund warum ich hier bin, sammele mich kurz und umkreise ihn mehrmals, als mir bewusst wird, wie ich überhaupt aussehe: ungeduscht und ungekämmt, von Make up keine Spur und an den Füßen nur meine Birkenstock.
Schnell schiebe ich zur Kasse und verlasse den Laden – und eins ist klar: Ich brauche einen Plan.


Plan A – einige Tage später

Frisch gestylt mit tiefem Dekoltee und gut gelaunt betrete ich den Laden, um IHN für mich zu gewinnen. Beim reingehen sehe ich, dass er an der Kasse sitzt. Schnell wie ein Formel 1 Fahrer hechte ich durch die Gänge, packe alles Notwendige in den Wagen und stehe atemlos an seiner Kasse, als ich höre, wie er zu der Dame vor mir sagt „Gehen Sie bitte zu meinem Kollegen, ich schließe die Kasse jetzt“.
Na toll. Hechelnd stehe ich an Kasse 2, während Mr. Superlover Feierabend macht und geht. Große Klasse.


Plan B – 2 Wochen später

Ansprechen, ich muß ihn einfach ansprechen.
Ich sehe von hinten, wie jemand samt Konserven im Regal verschwindet – da ist er ja wieder.
Selbstbewusst gehe ich auf ihn zu, um eine wichtige Frage zu stellen „Entschuldigung, wo finde ich denn das Salz?“ säusele ich mit meinem charmantestem Lächeln, was mir allerdings sofort entgleitet, als sich der Knackarsch zu mir umgedreht hat – es ist nicht Mc Dreamy, sondern eine neue Aushilfe. Oh nein.
Ohne eine Antwort abzuwarten verlasse ich den Laden.



Ohne Plan – weitere 4 Wochen später

Er ist weg, einfach weg. Und er wird nicht wiederkommen, ich bin mir sicher. Wahrscheinlich ist er längst wieder in seinem Stammsupermarkt am anderen Ende der Stadt, ich bin untröstlich.
Ich gehe lustlos durch die Regale und lege an der Kasse meine Habseligkeiten aufs Band – Toilettenpapier und Babybrei.
Bevor ich es realisiere, ist es schon zu spät – ER sitzt an der Kasse und beginnt die Ware zu scannen.
Oh nein!!! Endlich bin ich quasi am Ziel meiner Träume, die Verlobung ist nur noch reine Formsache – da stehe ich mit einem ausgeleiertem Strickpulli vor ihm, um Klopapier und Babybrei zu kaufen!! Jetzt ist alles aus.


Plan C – die Öko-Strategie (weitere 5 Wochen später)

Vielleicht ist er Vegetarier, hab ich mir so überlegt.
Mit irgendwas muß ich ihn doch beeindrucken können.
Ich suche mir zuhause vegetarische Gerichte raus, damit auch der letzte Kunde im Laden begreift: „Ja, diese Frau ist heiratsfähig! Guckt nur, was sie für gesunde Sachen im Einkaufswagen hat.“
Mc Dreamy wird von der Kasse aufstehen, mich aus der Tür tragen und noch am selben Tag werde ich mit einem Blumenkohl als Brautstrauß vor dem Standesamt stehen. Es könnte alles so schön sein.

Ich kaufe fast die gesamte Obst- und Gemüseabteilung leer, dazu außergewöhnliche Gewürze, Sojamilch und Biodinkel.
An der Kasse lege ich alles sorgfältig aufs Band, als hinter mir ein älterer Herr mit einem altdeutschen Käsekuchen auftaucht.
Möglichst laut sage ich „Gehen Sie ruhig mal vor mit Ihrem Kuchen, ich hab Zeit“, damit ER merkt, dass ich nicht nur vegetarisch kochen kann, sondern auch noch unwahrscheinlich höflich gegenüber älteren Menschen bin.
Der Herr mit dem Käsekuchen schiebt sich an mir vorbei und dann bin ich endlich dran.

Faziniert schaue ich zu, wie Broccoli, Frühlingszwiebeln und Kartoffeln durch seine Hände gleiten, gefolgt von 2 Auberginen und frischen Champignons, die ich zwar überhaupt nicht mag, sich aber unheimlich gut in meinem Einkaufswagen machen.
„ 24,65 Euro bitte“
Und jetzt folgt die beste Idee, die ich jemals hatte: Ich bezahle mit EC Karte. So wird er meinen Namen lesen und die nächsten Tage damit verbringen durch die angrenzenden Straßen zu gehen und meinen Namen zu rufen....
Gerade als er meine Karte in seinen Händen hält, kommt sein Kollege um die Ecke, um etwas zu fragen und er guckt überhaupt nicht auf meine Karte!!! Wortlos lässt er mich unterschreiben und reagiert nicht mal auf mein „Einen schönen Tag noch“, was soviel heißen sollte wie „Ich erwarte Dich um 8 Uhr bei mir zu einem vegetarischen Gemüsegratin und einer Flasche Rotwein“.

Nix, nada, keine Reaktion.



So, mir reichts.
Ich habe Pläne ausgearbeitet, Lebensmittel gekauft, die ich gar nicht mag, Artikel extra gekauft, um sie umtauschen zu können und habe für ihn vegetarisch kochen gelernt.
Männer sind so undankbar. Wenn ich das nächste Mal hingehe sage ich ihm vor versammelter Mannschaft, dass Schluss ist.
25.11.07 14:10


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